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Lärmmessung aktuell

Dienstag, 18. Dezember 2018 - 13:12 Uhr
Laermmesstelle Marina Ringel arbeitet wieder!

Ja, wir hatten mal wieder ein paar Tage Ausfall an unserer Laermmesstation, hervorgerufen durch eine Netzspannungsabschaltung. Aber nun misst sie wieder, siehe Link.
Ein Problem dabei ist, dass die Marina auf der Suedostseite der Autobahn liegt, mithin auf der Seite, auf der seit Wochen die Geschwindigkeit auf 80km/h reduziert wurde (kein Mensch weiss, warum). Dort ist es natürlich weniger laut, als auf der Toeplitzer Seite! Ich habe hier und da Bereitschaftsbekundungen fuer die Einrichtung einer zweiten Messtation erhalten . . . aber dann war es wohl doch nichts. Wichtig zu wissen: Die Messtationen zeichnet nichts auf, was gesprochen wird oder so, nur den Laermpegel in dB, jede Sekunde einmal- und damit hat sie genug zu tun. Einmal in der Stunde sendet sie all die -Sekundenmesswerte an die DFLV-Cloud.

Dienstag, 23. Oktober 2018 - 20:02 Uhr
Laermaktionsplan fuer Werder

Auch die Stadt Werder unterliegt der deutschen Rechtsprechung, die Stadt muss 2018 einen Laermaktionsplan vorlegen. In unserer Stadt ist bereits es die Stufe 3, nachdem die Stufe 1 im Jahr 2008 verabschiedet wurde und die Stufe 2 in 2013.
Diese Planung wird erstellt auf Grundlage der EU-Umgebungslaermrichtlinie und den dazugehoerigen gesetzlichen Umsetzungen in Deutschland, unter anderem des Bundesimmissionsschutzgesetz, kurz BImSchG, dass im Paragraphen 47d, Abs. 3 formuliert:

Die Oeffentlichkeit wird zu Vorschlaegen fuer Laermaktionsplaene gehoert. Sie erhaelt rechtzeitig und effektiv die Moeglichkeit, an der Ausarbeitung und UEberpruefung der Laermaktionsplaene mitzuwirken. Die Ergebnisse der Mitwirkung sind zu beruecksichtigen. Die OEffentlichkeit ist ueber die betroffenen Entscheidungen zu unterrichten. Es sind angemessene Fristen mit einer ausreichenden Zeitspanne fuer jede Phase der Beteiligung vorzusehen.

Schon der 1. Satz oben enthaelt jede Menge Sprengstoff. Wenn die Oeffentlichkeit nicht informiert ist, dass der Aktionsplan ausliegt, vermeidet man natuerlich auch arbeitsaufwaendige Rueckfragen und Einsprueche.

Die wesentlichen gesetzgeberischen Unterschiede der einzelnen Stufen sind:
Stufe 1: War zu bearbeiten fuer Ballungsraeume mit ueber 250.000 Einwohnern, Hauptverkehrsstrassen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 6 Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr (entspricht 16.400 pro Tag) sowie fuer Haupteisenbahnstrecken mit einem Verkehrsaufkommen von mehr 60.000 Zuegen pro Jahr. Hier war die Autobahn A 10 fuer den Strassenverkehr der Hauptverursacher des Laerms.
Stufe 2: Der Planungsumfang wurde erweitert auf 100.000 Einwohner, Strassen mit mehr als 3 Millionen Kraftfahrzeugen 14 pro Jahr (8.200 pro Tag) und Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 30.000 Zuegen pro Jahr.
Stufe 3: Alle Strassen mit mehr als 8200 Fahrzeugen pro Tag sind einzubeziehen, ebenso die Eisenbahnstrecken mit mehr als 30.000 Zuegen pro Jahr. Die Eisenbahnstrecke Berlin - Magdeburg (mit dem ICE und dem RE 1) weisen eine solche Belastung auf.

Fuer Stufe 1 wurde ein eigener Laermaktionsplan entworfen, fuer Stufe 2 gab es nur einen Meldebogen, der beim Landesamt fuer Umweltschutz eingereicht wurde, die Stufe 3 war der Stadt wieder einen eigenen Laermaktionsplan wert.
In Tab. 6 werden die fuer Stufe 1 vorgeschlagenen Massnahmen aufgefuehrt. Es gab jede Menge sinnvolle Massnahmen, aber eben nur vorgeschlagenen Massnahmen. Tab. 7 listet die umgesetzten Massnahmen aus den Stufen 1 und 2 auf. Fuer den Bau eines Laermschutzfalles in Kemnitz wird immer schon die Baugenehmigung vor (nach 10 Jahren!) und das laermmindernde OEPNV-Konzept wurde eingefuehrt.
Gemaess EU-Richtlinie muessen die Aktionsplaene folgende Aussagen enthalten:
1. Beschreibung der Bereiche, die zu beruecksichtigen sind;
2. zustaendige Behoerde;
3. rechtlicher Hintergrund;
4. Zusammenfassung der Daten der Laermkarten;
5. Bewertung der geschaetzten Anzahl von Personen, die Laerm ausgesetzt sind, sowie Angaben von Problemen und verbesserungsbeduerftigen Situationen;
6. Ergebnisse der OEffentlichkeitsbeteiligung;
7. Bereits vorhandene und geplante Massnahmen zur Laermminderung;
8. Massnahmen, die die zustaendigen Behoerden fuer die naechsten 5 Jahre geplant haben, einschliesslich der Massnahmen zum Schutz ruhiger Gebiete;
9. langfristige Strategie;
10. finanzielle Informationen (falls verfuegbar): Finanzmittel, Kostenwirksamkeits-Analyse, Kosten-Nutzen-Analyse;
11. geplante Bestimmungen fuer die Bewertung der Durchfuehrung und der Ergebnisse des Laermaktionsplanes;
12. Schaetzwert fuer die Reduzierung der Zahl der betroffenen Personen.
Wir finden im vorliegenden Plan Aussagen zu den Punkten 3,4, 5, 7 und 12. Der Rest verliert sich in der Nebelbank der vorgeschlagenen Manahmen.
Wir informieren an dieser Stelle ausdruecklich darueber, dass wir als Buergerinitiative Laermschutz Werder nicht darueber informiert wurden, dass dieser Laermschutzaktionsplan erstellt wird und von wem. Auch die Fertigstellung wurde uns nicht mitgeteilt. Oder wenn ich zufaellig einmal in die Website wir sind Werder geschaut haetten, wuessten wir jetzt auch nicht, dass der Laermaktionsplan oeffentlich ausgelegt wurde. Das Datum des Berichtes ist der 21 August 2018, wir wissen nach wie vor nicht, wie lange er offen bleibt und wann er nach Ansicht der Stadt vor welchem Gremium zur Beschlussfassung vorgelegt werden sollte. Dabei ist der Plan nicht geheim, man kann ihn sogar als Datei aus den Archiven der Stadt runterladen. Das haben wir getan, siehe Link in der Anlage. Nachdem wir diesen Laermaktionsplan intern diskutiert haben und dann mit den Kollegen der anderen Buergerinitiativen um die A 10 herum, kommen wir zu folgender Schlussfolgerung (das ist nicht alles aber es sind die wesentlichen Punkte):

1. Dies ist kein Laermaktionsplan, denn er enthaelt keinerlei Aktionen gegen den Laerm. Unter Punkt 5 sind moegliche Massnahmen gegen Strassenverkehrslaerm aufgelistet. Eine Aktion im Sinne des Aktionsplanes waere eine Massnahme, zu der konkret eine verantwortliche Person/Firma, ein Budget und ein Termin als Minimum genannt werden sollte. Ich weiss von anderen Buergerinitiativen rund um den Autobahnring A 10, dass aehnliche Laermaktionsplaene natuerlich existieren, aber nicht als solche akzeptiert wurden, sofern nicht die auszufuehrenden Aktionen konkret spezifiziert sind.
Der Aktionsplan selbst listet nicht auf, welche Traeger oeffentlicher Belange (Landesstrassenamt, DEGES . . .) zur Beteiligung eingeladen werden sollen.
3. Richtigerweise wird die Autobahn A 10 schon im Laermaktionsplanstufe 1 als die groesste Laermquelle in unserer Region ermittelt. Der Aktionsplan des LAP Stufe 3 enthaelt aber keine Massnahmen oder Massnahmenvorschlaege gegen diesen Laerm. Die Massnahmenvorschlaege aus der Stufe 1 sind nicht ausgefuehrt worden was nicht verwundert, denn es waren keine Aktionen, sondern nur Vorschlaege. Darueber hinaus erscheinen die Autobahnabfahrt Leest und das Dorf Toeplitz in der Laermkartierung der Anlage 4.1 und 4.2 des LAP 3 ueberhaupt nicht.

Wir von der Buergerinitiative Laermschutz Werder sind der festen Ueberzeugung, dass dieser Laermaktionsplan das Papier nicht wert ist, auf dem er gedruckt wurde.
Wir erwarten von der Stadt Werder als der verantwortlichen Institution, dass dieser Laermschutzplan komplett zurueckgezogen und ueberarbeitet wird, so dass er akzeptabel ist.



Dienstag, 4. Juli 2017 - 16:33 Uhr
Endlich sichtbar: Es ist zu laut in Toeplitz!

Die erste Laermmessstation in Toeplitz ist in Betrieb.
Jetzt kann es jeder sehen: Die Autobahn erzeugt jeden Tag ueber 60 dB Laerm, jedenfalls im Zeitraum von morgens 05:00 Uhr bis Abends. In den Nachtstunden sind es etwas weniger als 60 dB. Die gesetzlichen Grenzwerte sind damit an 24 Stunden jeden Tag ueberschritten, sie betragen 49 dB in der Nacht und 59 dB am Tage. Klar, in dem Moment, in dem die Autobahn sechsspurig ausgebaut wird, muss die Autobahnverwaltung auch dem Laermschutz Rechnung tragen - nicht jedoch, solange baulich nichts veraendert wird. Aber der Laerm ist jetzt schon zu hoch fuer die Gesundheit der Anwohner und der Kollegen, die in der Naehe arbeiten.

Wo das zu sehen ist?
Wenn man auf den Link

http://www.dfld.de/Mess.php?R=807&S=1

klickt oder diesen in den Browser kopiert, erhaelt man das taeglich neue aktuelle Ergebnis unserer Messstation. Diese befindet sich am Buero der Verwaltung der Marina Ringel, also schon hinter dem Arbeitsgebiet der Mitarbeiter. Der kleine Computer misst dien Schallpegel jede Sekunde einmal und sendet aie an die Cloud des Deutschen Fluglaermdienst e.V. (DFLD), eine bundesweite Vereingung von Laermgegenern, die sich laengst nicht mehr nur auf den immer noch zu starken Fluglaerm konzentriert.

Am Ende noch der Tipp des Tages:
Oft sind es die Spitzenbelastungen, extrem laute Schallereignisse, welche die Menschen als Belastungen empfinden oder unwiderruflich aus dem Schlaf reissen, diese Spitzenbelastungen gehen aber in der gesetzlich vorgeschriebenen JAHRES-MITTELWERTBILDUNG bei der Laermberechnung voellig unter!
Ebenso aber auch in der Grafik, die ihr zu sehen bekommt. Ihr muesst oben das Haekchen bei "Ansicht: Klassisch" durch Anklicken entfernen, um die Spitzenpegel zu sehen!

Mit besten Gruessen von Ihrer BI Laermschutz Autobahnbruecke
Wolfram Lehmann

Samstag, 25. Februar 2017 - 13:47 Uhr
Es tut sich was!

Hallo Mitbuerger,
die Unterschriftslisten haben insgesamt bisher ueber 2.000 Unterschriften gebracht. Die Aktion laeuft weiter, nur die online-Registrierung war zeitlich begrenzt.

Mal was zur Weiterbildung: Laerm ist ein internationales Problem.

Deshalb: der EU-Kommissar fuer Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei, Herr Karmenu Vella, wird sich zusammen mit der EU-Kommissarin fuer Verkehr, Frau Violeta Bulc, mit Mitgliedern des Europaeischen Parlaments und Vertretern von Mitgliedslaendern, der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europaeischen Umweltagentur (EEA) und einer Vielfalt von Interessengruppen auf der Konferenz "LAERM IN EUROPA" treffen, um die europaeische Laermschutzpolitik zu diskutieren. Die Veranstaltung wir am 24 April 2017 in Bruessel (Gebaeude Charlemagne, Rue de la Loi 170, B-1000 Bruessel) stattfinden.

In Neu-Oetting war uebrigens moeglich, was bei uns keine Unterstuetzung in der Politik gefunden hat: Eine transparente Laermschutzwand aus Solarmodulen. Siehe Artikel oben.

Montag, 30. Januar 2017 - 20:40 Uhr
Willkommen

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