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Pressemitteilungen

Neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Werder

Werder auf dem Weg in die elektromobile Zukunft: Im ersten Quartal diesen Jahres gehen an drei Standorten im Stadtgebiet neue öffentliche Ladesäulen für Elektroautos in Betrieb. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat diese Initiative mit rund 27.000 Euro im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Klimaschutz- und Klimafolgenanpassungsmaßnahmen gefördert.

Zwei Wallboxen mit je einem Ladepunkt sind vor einigen Tagen im Parkhaus am Stadtbahnhof in Betrieb gegangen. Eine Ladesäule mit zwei Ladepunkten wird in diesem Monat im Bereich des Markplatzes der Havelauen in der Straße Zum Großen Zernsee ans Netz gehen. Außerdem wird eine Ladesäulen mit zwei Ladepunkten am Parkplatz an Glindower Kiez angeschlossen. Bereits beantragt sind außerdem zwei Ladesäulen am Glindower Schulcampus.

„Immer mehr Menschen satteln auf Elektroautos um“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß. Laut Kraftfahrt-Bundesamt war im Januar 2021 jeder zehnte zugelassene Personenkraftwagen ein Elektrofahrzeug. „Deshalb begrüße ich, dass unser Landkreis die Kommunen beim Aufbau der Lade-Infrastruktur unterstützt. So werden auch in Werder Anreize für mehr emissionsarme und leise Fahrzeuge geschaffen.“
Die Stadtverwaltung selbst geht mit gutem Beispiel voran: Sie hat im vorigen Jahr zwei Elektroautos in Betrieb genommen, zwei weitere sollen in diesem Jahr folgen. Am Alten Rathaus wurde im vorigen Jahr eine Ladesäule aufgestellt, eine zweite im Zuge des aktuellen Programms des Landkreises am Rathaus Eisenbahnstraße.

Zudem pendelt in Werders Altstadt seit dem vorigen Jahr Brandenburgs erste E-Buslinie. Aufgetankt wird sie auf dem Hartplatz, wo im Jahr 2019 drei Ladesäulen mit sechs Ladepunkten für Elektrofahrzeuge einweiht worden sind. Um „tanken“ zu können, benötigt man RFID-Karten der über 200 Ladenetz.de-Partner. Die Leistung von 22 Kilowatt ermöglicht ein schnelles Laden.

Bürgermeisterin Saß verweist auf das laufende Bundesprogramm, mit dem sich auch Privatleute die Aufstellung einer Ladesäule fördern lassen können. Für den gewerblichen Kontext (Flotten, Arbeitgeber) wird derzeit ein weiteres Förderprogramm vom Bund erarbeitet, dessen Veröffentlichung für dieses Jahr geplant ist.

Stadtverordnetenversammlung tagt am 11. März

Die nächste Sitzung der Werderaner Stadtverordnetenversammlung findet am Donnerstag, 11. März, um 18.30 Uhr im Saal der Bismarckhöhe, Hoher Weg 150, statt. Bitte beachten Sie die Corona-bedingten Auflagen, für die Sitzung gilt eine Maskenpflicht. Bitte verzichten Sie auf den Besuch der Sitzung, wenn Sie Erkältungssymptome haben.

Die Tagesordnung finden Sie in unserem Amtsblatt unter diesem Link: https://www.werder-havel.de/media/com_form2content/documents/c29/a2590/f217/21-03-04.pdf

Werderaner Förderverein hat Scala-Kino erworben

Vor einem Jahr haben Werders Stadtverordnete beschlossen, den Freundeskreis Scala Kulturpalast e.V. für den Kauf des Scala Kulturpalastes zu bezuschussen. Jetzt ist es so weit: Am 26. Februar ist der Kaufvertrag unterschrieben worden. Darüber informiert Werders Marketingchef Stefan Marten, der die Stadt im Vorstand des Freundeskreises vertritt.

Die Eigentumsverhältnisse und insbesondere eine bevorstehende Auktion hatten die Zukunft des traditionsreichen Kinos in der Eisenbahnstraße gefährdet. Die Auktion konnte abgewendet und schließlich der Erwerb des Scala durch den Förderverein besiegelt werden. „Damit ist der Erhalt dieses wichtigen Kulturstandortes für die Stadt gesichert“, so Stefan Marten.

Der Verein werde sich jetzt zunächst um den Vollzug des Kaufvertrages kümmern. „Dann wird er sich darum bemühen, Fördermittel für die Sanierung einzuwerben.“ Erste Anträge seien bereits vorbereitet worden. Das Gebäude mit der präganten Leuchtreklame über dem Eingangsportal ist 1940 errichtet worden und steht unter Denkmalschutz.

„Das Scala setzt ein architektonisches aber vor allem ein kulturelles Ausrufungszeichen in der Stadt“, sagt Werders Bürgermeisterin Manuela Saß. Sie dankt dem Verein für das Engagement im vergangenen Jahr, welches durch die Corona-Pandemie und die lange Schließung des Kinos unter schwierigen Vorzeichen gestanden habe.

Die Zwangspause sei nicht nur für die Vorbereitung des Kaufes, sondern auch für Instandhaltungs- und Aufräumarbeiten im Gebäudeinneren und für die Erneuerung der Bühnen- und Veranstaltungstechnik genutzt worden. „Viele Vereinsmitglieder haben dabei geholfen“, so Manuela Saß. Die Mitgliedszahl des Fördervereins hat sich im vergangenen Jahr auf 66 verdoppelt.

Zunächst war ein Erwerb des Kinos durch die Trias-Stiftung anvisiert. „Der Zwischenschritt war hilfreich, jedoch erwies sich die jetzt gefundene Variante als zweckmäßiger“, so Stefan Marten. Der Kaufpreis von insgesamt 350.000 Euro werde nun durch einen Zuschuss der Stadt Werder (Havel) von 150.000 Euro, durch private Kreditgeber und Eigenmittel des Vereins erbracht.

Projekt „Brandenburg WLAN“ in Werder abgeschlossen

Kostenlos surfen in Werder (Havel): Mit zwei neuen Hotspots im Rathaus in der Eisenbahnstraße und im Heimathaus Glindow hat die Stadt das Programm „Brandenburg WLAN“ vollendet. Mit Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburgs konnten insgesamt acht Gratis-Hotspots im Stadtgebiet eingerichtet werden.

Weitere Hotspots befinden sich bereits seit einem Jahr in den Bereichen Schützenhaus, Altes Rathaus, Bismarkhöhe, Familienzentrum „Haus am See“, Waschhaus Petzow und Lilienthalmuseum Derwitz. Schon im Jahr 2017 ist von der Stadt in Partnerschaft mit dem Netzbetreiber Vodafone ein kostenloser Hotspot auf dem Marktplatz der Inselstadt in Betrieb genommen worden – damals der Startschuss für den Prozess.

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß begrüßt, dass auch einige Gewerbetreibende und beispielsweise die Havel-Therme in Werder kostenlose Hotspots aufgebaut haben. „Es kennzeichnet unsere Stadt, dass hier nicht nur Traditionen gepflegt werden, sondern auch mit der Zeit gegangen wird.“ Mit dem freien WLAN könnten Werderaner und ihre Gäste kostenlos surfen, von der schnelleren Verbindung profitieren und dabei ihr Datenvolumen schonen.

„Die Nutzung mobiler Geräte gehört inzwischen für viele Menschen zum Alltag, ob dienstlich oder privat“, so Manuela Saß. „Auch Gäste unseres Staatlich anerkannten Erholungsortes sind dankbar, wenn sie feststellen, dass sie sich nicht nur an einem schönen touristischen Ziel, sondern auch in einem WLAN-Hotspot befinden, von dem sie zum Beispiel Fotos in die sozialen Netzwerke posten können.“

Landesweit werden 1200 Hotspots im „Brandenburg WLAN“ geschaltet. Die Landesregierung zahlt für die Installation, den Betrieb und die Wartung dieser WLAN-Hotspots in fünf Jahren insgesamt etwa fünf Millionen Euro. Als Vorteil gilt, dass es für den Endnutzer als vertrauenswürdiges Netz erkannt wird, persönliche Daten nicht angegeben werden müssen und es einen zentralen Jugendschutzfilter gibt.

Ein Smartphone wählt sich automatisch wieder ein, wenn es sich im „Brandenburg WLAN“ befindet.
Auf einer Website sind alle Brandenburg WLAN-Hotspots verzeichnet: ... [Hier]

Sperrung der Phöbener Straße aufgehoben

26.02.2021 Nach einer Leitungshavarie auf der Phöbener Straße (Landesstraße L90) am Donnerstagnachmittag kann die Vollsperrung am heutigen Freitag gegen 14 Uhr wieder aufgehoben werden. Wegen weiterer Arbeiten an der Fahrbahndecke ist zwar auch in der kommenden Woche noch mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Der Begegnungsverkehr bleibt aber zu jeder Zeit gewährleistet.

Wegen der Leitungshavarie ist die Phöbener Straße in Höhe des Bahnübergangs (zwischen Kesselgrundstraße und Kreisverkehr) am 25. Februar um ca. 14.30 Uhr gesperrt worden. Bis zur Freigabe des Verkehrs wird eine weiträumige Umfahrung empfohlen. Eine Umleitung über Kemnitz ist ausgeschildert, für Lkw gibt es auf der Umleitungsstrecke eine Tonnagebegrenzung bis 24 Tonnen.

Dr. Baldur Martin wird Ehrenbürger

Dr. Baldur Martin wird Ehrenbürger der Stadt Werder (Havel)

Die Verleihung des Ehrenbürgerrechts ist die höchste Ehrung der Stadt Werder (Havel) für Personen, die sich um sie besonders verdient gemacht haben. Schon am 10. Dezember haben die Stadtverordneten in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, Dr. Baldur Martin diese Ehre zuteilwerden zu lassen.

Bürgermeisterin Manuela Saß hatte den Vorschlag zu der Ehrung, der auf den Heimatverein Werder (Havel) e.V. und den Verein 700 Jahre Heimatgeschichte Werder (Havel) e.V. zurückgeht, in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Dort wurde dem Antrag einstimmig gefolgt.

Die Überreichung der Ehrenmedaille in Gold und der Ehrenbürgerurkunde soll nachgeholt werden, sobald es die Pandemie-bedingten Einschränkungen wieder erlauben. Mit der Veröffentlichung des Faktes wollte die Bürgermeisterin nicht mehr länger warten. Die Nachricht überbrachte sie Baldur Martin – mit Mundschutz und Sicherheitsabstand natürlich - unlängst persönlich.

Der war zunächst sprachlos und freute sich dann sehr über die Ehrung. Als kleine Aufmerksamkeit bekam Baldur Martin mit seiner Frau Hella Martin schon mal eine exklusive Führung durch die Havel Therme – und konnte sich damit über ein ganz neues Kapitel informieren, dass gerade im Werderaner Geschichtsbuch geschrieben wird.

„Viele der früheren Kapitel hat der bekannte Werderaner Ortschronist selbst aufgeschrieben oder herausgegeben, an vielen neueren hat er aktiv mitgewirkt“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß. „Kaum ein Werderaner hat nicht zumindest eines seiner 15 Bücher im Bücherschrank zu stehen. Als Initiator und Mitherausgeber der siebenbändigen Werder-Chronik setze er dieser Sammlung zum 700. Stadtjubiläum die Krone auf.“

Für eine Lehrerlaufbahn zur Gartenbauschule nach Werder gekommen

Sein Lebenslauf ist nicht untypisch für die Nachkriegsgeneration: Dr. Baldur Martin stammt aus dem erzgebirgischen Heidersdorf, sein Vater war dort Werkmeister in einer Lötlampenfabrik. Der Vater verstarb, als der Sohn erst sieben Jahre alt war. Seine Mutter musste arbeiten, so dass er einen Gutteil seiner Kindheit in der Landwirtschaft seiner Großmutter verbrachte.

Der Aufenthalt in einem Luftschutzbunker und die Bombardierung des Dorfes, ein gelb bekleideter Gefangenentreck, der von der SS durch Heidersdorf getrieben wurde und schließlich der Einzug der Roten Armee gehören zu seinen frühesten Kindheitserinnerungen, die Spaltung Deutschlands war eine Zäsur. „Für meine Großmutter war Ulbricht genauso ein Lump wie Hitler“, erinnert er sich.

Er teilte zwar die in der jungen DDR verbreitete Losung „Nie wieder Krieg“, spürte aber auch die Ungerechtigkeit im vermeintlichen Arbeiter- und Bauernstaat. Im Juni 1953 sammelte er Zeitungsausschnitte vom Volksaufstand, bei dem es, verbunden u.a. mit der Forderung nach freien Wahlen und deutscher Einheit, zu einer Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten kam. Dessen brutale Niederschlagung ließ in ihm den Entschluss reifen, Jura zu studieren.

Als er stattdessen in eine Offizierskarriere bei der Nationalen Volksarmee gedrängt werden sollte, sah er sich nach einer Alternative abseits der Heimat um. Er verkündete, in den Westen Berlins zu gehen. „1958 hat bei diesem Satz jeder gedacht, dass ich türme.“ Für ein Jura-Studium kam er damit nicht mehr infrage.

Der Westen Berlins war allerdings nicht Westberlin: Martin begann eine Lehre als Baumschulgärtner in Ketzin, studierte danach Russisch und Geografie im Lehramt für eine Lehrerlaufbahn in der neuen Berufsausbildung mit Abitur. „Kombinationen ohne Russisch gab es damals nicht.“ Er sattelte noch ein Gartenbaustudium obendrauf, promovierte, erwarb die Facultas Docendi und wurde „nebenbei“ Chef der Lehrplanentwicklung.

Baldur Martin galt in den 1980er-Jahren als eine der Koryphäen der Gärtnerausbildung in der DDR. Unter anderem verfasste er Unterrichtshilfen, arbeitete an einer Unterrichtsmethodik der Humboldt-Universität mit und organisierte die Zentralen Leistungsvergleiche der Gärtner-, Blumenbinder- und Winzerlehrlinge. Als federführender Autor schrieb er mit zwei Kollegen das Lehrbuch „Gärtnerische Grundlagen“, das auch in der Bundesrepublik erschien.

1962 hatte seine mehr als vierzigjährige Lehrertätigkeit und unterrichtsorganisatorische Arbeit in der Betriebsberufsschule für Gartenbau in Werder begonnen, die seine berufliche Heimat wurde. Seitdem lebt er in der Blütenstadt, ist bis heute mit den Obstbauern – ein Gutteil frühere Lehrlinge von ihm – bestens vernetzt.

In den Werderschen, sagt Baldur Martin, hat er viel von der Mentalität der Menschen in seiner erzgebirgischen Heimat wiedergefunden: „Sie sind bodenständig und arbeiten hart, halten zusammen und lassen nichts auf die Familie kommen.“ Auch der Boden sei in beiden Regionen anspruchsvoll in der Bearbeitung: steinig im Erzgebirge, sandig in der Mark.

Heimatgeschichtliches und politisches Wirken in der Blütenstadt

So fühlte er sich in der Region schnell zu Hause. Und nicht nur das: Er identifizierte sich mit ihr. Martin schrieb sein Geografie-Staatsexamen zur Siedlungsflächenentwicklung von Werder. Die Inhalte bereitete er später für eine Artikelserie in den Brandenburgischen Neuesten Nachrichten auf, so begann und wuchs seine Liebe zur Heimatgeschichte.

1981 gründete er mit Mitstreitern die „Interessengemeinschaft Heimatgeschichte und Denkmalpflege“, den späteren Heimatverein, stellte eine Ausstellung auf die Beine und begann mit der Veröffentlichung der „Heimatgeschichtlichen Beiträge“, die bis heute jährlich erscheinen und das wichtigste Standbein der Werderaner Heimatforschung sind. Menschen, Orte und Ereignisse der Stadtgeschichte, aber auch der Gegenwart von Werder (Havel) wurden und werden darin dokumentiert.

Die Geschichte mit der Gegenwart in Beziehung zu bringen, war und ist auch heute das Anliegen von Veröffentlichungen Baldur Martins, die jüngst erschienene Chronik der Baumblütenfeste ist dafür ein Beispiel. Er traf die Unterscheidung zwischen Werderanern und Werderschen, fand Beispiele für ihren Fleiß und ihre Zähigkeit und recherchierte Sagen der Insulaner. Er hielt mehr als 500 Sprüche der Werderschen fest wie diesen: „Der Gärtner, der die Sonne meidet, wird weder reich noch braun.“

Er sprang durch die Zeiten und stellte 100 Jahre alte Fotos von prägnanten Orten den heutigen Ansichten gegenüber. Mit seiner Arbeit prägte und förderte er das Geschichtsverständnis vieler Einwohner und wurde ihr wichtigster Ansprechpartner, wenn historisches Wissen zur Stadt gefragt war. Er animierte zahlreiche Werderaner zu eigenen Recherchen und Veröffentlichungen von Themen, die ihnen am Herzen lagen.

Auch für die politische Gegenwart seiner Stadt hat sich Baldur Martin immer interessiert. In der DDR trat er in die Bauernpartei ein, um dem Drängen nach einem Eintritt in die SED zu entrinnen, und engagierte sich zeitweise als Stadtverordneter. Dieses Engagement setzte er nach der Wende fort – freilich mit deutlich größeren Gestaltungsspielräumen.

Seit 1994 war zunächst für die CDU im Stadtparlament, wirkte am Regionalbahnanschluss, der Inselsanierung, der Telefonerschließung, der Wiederbelebung des Baumblütenfestes, dem Gymnasiumsbau oder der Ausweisung neuer Baugebiete mit – und brachte mit historischen Fakten oft Farbe in die Debatten. Ende der Neunzigerjahre gründete er die Freien Bürger, die schnell zu einer wichtigen politischen Kraft in der Region aufwuchsen. 2014 beendete Dr. Martin sein kommunalpolitisches Wirken, um sich der Vorbereitung des Stadtjubiläums zuzuwenden.

Sein Interesse für Werder war immer breit gestreut. So setze er Akzente im Werderaner Karnevalsverein, war Gründungsmitglied des Obst- und Gartenbauvereins und beförderte die Wiederbegründung der Schützengilde. Dank seiner Initiative beteiligten sich die Werderaner am Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“, vor wenigen Jahren stieß er den Wettbewerb „Blühende Gartenstadt“ an.

Engagement für die Werder-Chronik

Baldur Martin ist Gründungsmitglied des Heimatvereins und war viele Jahre dessen Vorsitzender. „Immer war es seine Verbindlichkeit, seine Zuverlässigkeit, seine Fähigkeit, andere Menschen zu begeistern und einzubinden und sein unglaubliches Organisationstalent, die ihn, egal wo er auftauchte, schnell in verantwortliche Positionen rücken ließ“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß.

So war es auch 2013, als auf Initiative Baldur Martins der Verein „700 Jahre Ortsgeschichte von Werder (Havel) e.V.“ gegründet wurde. Er wurde dessen Vorsitzender und machte sich, unterstützt von ehrenamtlichen Mitstreitern und der Stadtverwaltung, an die Vorbereitung des Jubiläumsjahrs 2017. Seiner Feder entsprangen die Konzeption des beeindruckenden Festumzuges, der von hunderten mitwirkenden Werderanern gestaltet wurde, sowie die Festschrift zum Jubiläum.

Der Verein setzte sich außerdem das Ziel, die Stadtgeschichte in bislang nicht gekannter Vollständigkeit zu publizieren. Dr. Martin war einer der drei Herausgeber der Edition. „Vor allem ihm war es zu verdanken, dass 24 Autoren für die anspruchsvolle Arbeit gewonnen sowie darüber hinaus eine breite Mitwirkung vieler Bürger erreicht wurde“, schreiben der Vorsitzende des Heimatvereins, Erhard Schulz, und der Stellvertretende Vorsitzende des Stadtgeschichtsvereins, Dr. Klaus-Peter Meißner, in ihrem Vorschlag zur Ehrenbürgerschaft.

Und weiter: „Das Gesamtwerk, das mit Erscheinen des Bandes sieben im Jahr 2020 abgeschossen wurde, ist in gewisser Weise einmalig in der Regionalgeschichtsschreibung und darf durchaus als beispielhaft gewürdigt werden. Die vollendete Edition ist in diesem Sinne Höhepunkt des vielschichtigen Lebenswerkes von Dr. Baldur Martin.“

„Traditionen zu wahren bedeutet zuallererst, Traditionen zu kennen“, wird Baldur Martin in der Begründung des Ehrenbürgerantrags zitiert. „Dieser Leitspruch hat das Wirken des 80-Jährigen in sechs Jahrzehnten seines Wirkens in der Blütenstadt geprägt und tut es auch heute“, sagt Manuela Saß. „Seine intensiven Recherchen zur Heimatgeschichte waren und sind mit einem hochengagierten Wirken für die Gegenwart seiner geliebten Stadt Werder verknüpft.“

Freundliche Grüße
Henry Klix

Foto: Stadt Werder/Havel

156 neue Fahrradstellplätze am Stadtbahnhof Werder

Der Schnee taut und in den nächsten Tagen kündigt sich der Frühling an. Auch in Werder (Havel) werden die Fahrräder langsam wieder flott gemacht. Das Umsteigen vom Rad auf den Zug am Werderaner Stadtbahnhof ist nun etwas einfacher geworden:  Eine zusätzliche Fahrradstellplatzanlage für 156 Fahrräder ist dort entstanden. Zu dem Fahrrad, das dort gestern einsam abgestellt war, werden in den nächsten Tagen sicherlich viele weitere kommen.

„Der Bedarf an zusätzlichen Radstellplätzen am Bahnhof wurde zuletzt bei einem Bürgerbeteiligungsverfahren zur Fuß- und Radweginfrastruktur im Sommer 2020 angemeldet“, so Werders Bürgermeisterin Manuela Saß. „Zählungen der Stadt haben bestätigt, dass trotz der bestehenden rund 370 Stellplätze in der Fahrradsaison täglich rund 150 Fahrräder ,wild‘ abgestellt wurden. Die Stadt hatte sich daraufhin erfolgreich um eine Förderung für neue Stellplätze beworben.“

Das Projekt wurde im Rahmen der Bike+Ride-Offensive der Deutschen Bahn  und der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums mit 27.730 Euro unterstützt. „Die Förderrichtlinie deckt sich mit unserem Ziel, den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad in Kombination mit der Bahn in Werder attraktiver zu machen“, so die Bürgermeisterin. Mit 7.665 Euro trug die Wirtschaftsförderung des Landkreises zu den Gesamtkosten bei, die bei rund 37.000 Euro gelegen haben.

Die Planung für die rund 200 Quadratmeter große Abstellanlage übernahm die PST Planung Bauleitung Projektsteuerung GmbH  in Werder, gebaut wurde die Anlage von der Lutze Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau GmbH in Plessow mit der Firma Orion Bausysteme GmbH aus Biebesheim am Rhein. Die Bauarbeiten hatten im Oktober begonnen und wurden - noch vor den großen Schneefällen - Anfang Februar abgeschlossen.

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Henry Klix

Auf Anordnung

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