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Zukunftsrat tagte zum Zukunftshaushalt

Sie heißen Cora, Isabella, Jonathan oder Moritz. Sie reden gern über Musik und Fußball, über Klamotten oder Videospiele. 23 zufällig ausgeloste Kinder und Jugendliche aus der Stadt und den Ortsteilen bilden den neuen Werderaner Zukunftsrat. Am Freitag tagte das Gremium, dass die Wahlen zum Zukunftshaushalt vorbereiten soll, zum ersten Mal.

„Ihr bereitet hier die Entscheidung darüber vor, wie 200.000 Euro verwendet werden sollen“, sagte Werders 1. Beigeordneter Christian Große zur Begrüßung. „Dabei könnt ihr lernen, wie Demokratie funktioniert.“ Genau das ist die Idee hinter dem Werderaner Zukunftshaushaltes: Kinder und Jugendliche mit kommunalpolitischen Prozessen vertraut zu machen und sie tatsächlich abstimmen zu lassen.

Vom Zukunftshaushalt hörten viele der Jugendlichen bei dem Treffen zum ersten Mal: Er ist ein Bürgerhaushalt, bei dem alle Einwohner der Stadt Vorschläge für Projekte einreichen können. Welche der 43 eingereichten Projekte finanziert werden, entscheiden jedoch Kinder und Jugendliche. Das soll voraussichtlich im November bei Wahlen in den Werderaner Schulen geschehen.

Der Zukunftstrat bereitet diese Wahlen vor und soll zum Beispiel überlegen, wie viele Stimmen die Kinder und Jugendlichen abgeben können. Betreut wird er von der Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg und vom Referenten für Einwohnerbeteiligung der Stadt Werder (Havel), Linus Strothmann, der auch für das Gesamtverfahren zuständig ist.

Nach Kennenlernrunden, bei denen es um Lieblingsthemen, Lieblingsorte oder Wünsche ging, kamen die Kinder und Jugendlichen schnell zur Sache. Zunächst wurde thematisiert, wo eigene Prioritäten bei den städtischen Themen liegen: vor allem bei Sportanlagen, Radwegen sowie der weiteren Digitalisierung der Schulen sehen sie Handlungsbedarf.

Dann begann die eigentliche Aufgabe: Die 43 Vorschläge des Zukunftshaushaltes darauf zu prüfen, ob sie für Kinder und Jugendliche verständlich sind. Zu jedem Vorschlag konnten Fragen, Verbesserungsvorschläge und Hashtags aufgeschrieben werden. Schnell zeigte sich: Viele Vorschläge sind noch zu lang, sollten in einem Satz zusammengefasst werden. Manche Vorschläge doppeln sich auch.

„Die Hinweise des Zukunftsrates waren sehr wertvoll und werden uns bei einer Zusammenstellung aller Vorschläge helfen, die auch ein Zehnjähriger ohne weiteres versteht“, sagte Linus Strothmann nach dem Treffen. Anhand der Hinweise werden die Vorschläge nun durch die Fachstelle und den Einwohnerbeteiligungsreferenten überarbeitet und dann dem Zukunftsrat auf dem zweiten Treffen am 9. Oktober vorgelegt.

Bis dahin sollen auch schon Designvarianten für die Präsentation der Vorschläge in einem Wahlheft fertig werden. Über beides soll dann der Zukunftsrat entscheiden, in den Herbstferien werden die Wahlunterlagen erstellt. „Die Schulen haben dann die Möglichkeit, das Thema mit den Wahlheften, einer Posterausstellung und einer von uns bereitgestellten Präsentation zu vermitteln“, so Linus Strothmann.

Eines hat der Zukunftsrat schon entschieden: Da im Zukunftshaushalt mindestens sechs Vorschläge finanziert werden können, weil jeder Vorschlag maximal 30.000 Euro Förderung bekommt, haben sie sich schnell darauf geeinigt, dass jede Schülerin und jeder Schüler sechs Stimmen verteilen darf. Und: Jeder Vorschlag kann nur eine Stimme erhalten. Auch hier waren sie sich fast alle einig.

Weitere Informationen unter: https://www.werder-havel.de/werder/64-containerkategorie/116-sehenswuerdigkeiten/1304-zukunftshaushalt

Hinweis auf mögliche Kitastreiks

Nach den Ankündigung der Gewerkschaft Verdi zu den Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst weist die Stadtverwaltung Werder (Havel) darauf hin, dass es auch in kommunalen Kitas in den kommenden Tagen zu Warnstreiks von Kita-Personal kommen kann.

Die Stadtverwaltung wird sich gegebenenfalls darum bemühen, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Womöglich kann es dennoch dazu kommen, dass Kinder am Mittwoch wegen streikender Mitarbeiter nicht betreut werden können. Eltern werden gebeten, auf die Aushänge in den Einrichtungen zu achten.

Dazu erklärt der 1. Beigeordnete Christian Große: „Das Streikrecht ist ein hohes Gut, aber die Kinderbetreuung muss planbar bleiben. Wir würden es deshalb sehr begrüßen, wenn Streiks in Kinderbetreuungseinrichtungen im Sinne der Kinder vermieden oder zumindest von den Gewerkschaften spätestens 48 Stunden vorher angekündigt werden könnten.“

Stadtverordnete verabschieden neues Basiskonzept

Stadtverordnete verabschieden neues Basiskonzept für das Baumblütenfest

Die Stadtverordnetenversammlung hat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit das Basiskonzept für die Neuausrichtung des Baumblütenfestes in Werder (Havel) beschlossen. Das Konzept ist als Ergebnis eines fünfstufigen Einwohnerbeteiligungsverfahrens entstanden, zu dem u.a. eine Einwohnerbefragung und mehrere Einwohnerworkshops stattgefunden haben.

Die Berliner Agentur Groskopf klassifizierte die einzelnen Ideen der Einwohner, bewertete sie und brachte sie in dem neuen Konzept in Einklang mit einer Veranstaltung, die „durch die Bürger getragen und unterstützt wird“, wie es im Basiskonzept heißt. Die Gewährleistung der Sicherheit für die Besucher, Anwohner und Bürger sei dabei das oberste operative Ziel.

Beeinträchtigungen sollen reduziert und die Wirtschaftlichkeit gewährleistet werden. Eine eigene Marke des Baumblütenfestes soll etabliert werden. Dabei sei der regionale, traditionsbewusste und bürgernahe Charakter der Veranstaltung sowie die umfassende Zielgruppe von Jung bis Alt in den Mittelpunkt zu stellen.

Das Thema Höfe und Gärten nimmt im neuen Basiskonzept einen hohen Stellenwert ein. Sie sind „integrierter Teil“ des Festes, werden als Veranstaltungsbereich am Obstpanoramaweg aber nicht von der Stadt, sondern durch den Werderschen Obst-und Gartenbauverein e. V. sowie die Obsthöfe konzipiert. Für die Erreichbarkeit per Fahrrad oder Blütenrundfahrt wird im Stadtgebiet sowie für die Angebote der Obstbauern und Erzeuger auch in der Außendarstellung des Festes geworben.

Im Stadtgebiet liegt im Bereich des Hohen Weg der Fokus auf den großen Hausgärten und der Schaffung eines Festbereiches, der für Familien ausgelegt ist, wie es im Konzept weiter heißt. Kleinere Fahrgeschäfte, Kleinkunstbühnen und Stände sollen das Angebot im Hohen Weg ergänzen. Auf der Bismarckhöhe soll es auf der Blütenbühne tanzbare Livemusik für Erwachsene und an der Wiese zum Hohen Weg einen Biergarten geben.

Der Plantagenplatz soll zur Brandenburgmeile werden. Auf der Bühne und an Ständen verschiedener Branchen, Vereine, Partner und Landkreise soll zum Thema Landwirtschaft und Gartenbau informiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt hier in der Wegeleitung und Information der Besucher rund um die Veranstaltungstage. Insgesamt soll sich die Zahl der Stände bzw. Aufstellflächen im Stadtgebiet mit dem neuen Konzept auf 209 etwa halbieren.

Potsdamer Straße und Eisenbahnstraße sollen durch den Grundstücksverkauf aus den Gärten geprägt sein. Eine wichtigere Rolle sollen örtliche Gastronomen spielen. So liegt der Fokus im Basiskonzept zum Beispiel in der Brandenburger Straße und der Straße Unter den Linden, die die Festbereiche auf dem Festland mit der Insel verbinden, auf dem Gastronomieangebot. Ansässigen Gastronomen soll ermöglicht werden, ihre Waren auch auf der Straße anzubieten.

Auf der Insel werden laut Basiskonzept ein gemütliches Weindorf auf dem Marktplatz, ein regionaler (Kunst-)Handwerkermarkt Am Mühlenberg und ein Kinderbereich an der Bockwindmühle die Besucher unterhalten. Die Regattastrecke soll als Entspannungsbereich gestaltet werden und lokale Vereine bekommen die Chance, sich hier zu präsentieren.

Ein Riesenrad mit ergänzenden Attraktionen soll auf dem westlichen Hartplatz in die Festveranstaltung integriert werden. Zur Entspannung am Wasser soll auf dem Dümichenplatz ein Areal in Form einer Lounge-Bar konzipiert werden. Für einen DJ-Bereich im Charakter des bisherigen „Blütenzaubers“ wird noch nach einem Ort gesucht.

Zur Umsetzung des Konzeptes haben die Stadtverordneten die Verwaltung beauftragt, die Gründung einer städtischen GmbH vorzubereiten. Die Arbeit des ehemaligen „Koordinierungskreises Baumblüte in Höfen und Gärten“ wird als „Arbeitskreis Baumblütenfest“ fortgeführt, um Akteure zu vernetzen und eine gemeinsame Planung zwischen Stadt und Zivilgesellschaft zu ermöglichen.

Hinsichtlich der Corona-Lage ist derzeit allerdings nicht absehbar, ob im Jahr 2021 bereits mit der Umsetzung des neuen Konzepts begonnen werden kann, wie aus dem Beschlusstext hervorgeht.

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Henry Klix

Auf Anordnung

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