Pressemitteilungen
Regattastrecke für die Zukunft gerüstet
Die sanierte Regattastrecke in Werder (Havel) ist am Dienstag feierlich freigegeben worden. Nach Reden und Erinnerungen an den Bau der Anlage wurde das Band durchschnitten – anschließend ging es beim Schauwettkampf aufs Wasser.
Die Strecke hatte ihre Bewährungsprobe zu diesem Zeitpunkt bereits bestanden. Beim DRV Masters Championat im Juni und bei der Havel-Ruder-Regatta am vergangenen Wochenende waren die neuen Anlagen schon im Wettkampfeinsatz.
„Normalerweise wird eine Sportanlage erst feierlich freigegeben – und danach zeigt sich, ob sie sich bewährt. Bei unserer Regattastrecke ist es diesmal andersherum“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß. Mit der Sanierung seien wieder gute Bedingungen für Training, Nachwuchs- und Wettkampfsport geschaffen worden.
Ehrenbürger Werner Große erinnert sich
Ein besonderer Gast konnte aus eigener Erinnerung erzählen, wie die Regattastrecke durch umfangreiche Ausbaggerungen und Uferkorrekturen überhaupt entstanden ist: Werders früherer Bürgermeister und Ehrenbürger Werner Große hatte beim Bau in den 1970er-Jahren als damaliger stellvertretender Bürgermeister die Regie geführt.
Große erinnerte an ein Projekt, bei dem vieles mit Improvisation, persönlichem Einsatz und guten Kontakten möglich gemacht werden musste. Rund 1,2 Millionen Mark seien seinerzeit allein in die Strecke geflossen. Wo die Gäste am Dienstag auf der Uferpromenade standen, habe man vor dem Bau „im Schilf und bis zum Bauch im Matsch gestanden“, erzählte er.
Auch von unerwarteten Hindernissen berichtete Große. Bei den Baggerarbeiten sei unter anderem ein nicht in den Karten verzeichnetes Kabel der DDR-Sicherheitsorgane entdeckt worden. Eine Tauchergruppe aus Rostock hätte schließlich geholfen, das Kabel tiefer zu legen. Andere Arbeiten seien nur möglich geworden, weil Betriebe und Behörden das Vorhaben unterstützten und Material und Technik organisierten.
Albano-System tat fast 50 Jahre seinen Dienst
„Es war wirklich ein tolles Zusammenspiel aller, die mit dem Rudersport verbunden waren oder es dadurch erst wurden“, sagte Große. Das Ergebnis sei nicht allein die Regattastrecke gewesen. Mit dem Ausbau sei zugleich die Uferpromenade möglich geworden, von der Einwohner und Besucher bis heute profitieren.
Fast 50 Jahre hat das damalige Albano-System seinen Dienst getan. Inzwischen war der Instandhaltungsaufwand erheblich gestiegen. Bei der Sanierung wurden die Dalben im Start- und Zielbereich erneuert und neu gesetzt. Auf der 1.500 Meter langen Strecke kamen 18 Kilometer Edelstahlseil und mehr als 1.200 neue Bojen zum Einsatz. Neu ist auch die 70 Meter lange Startbrücke.
Rund 424.000 Euro sind in die vorbereitenden Untersuchungen und die Bauarbeiten geflossen. Das Land Brandenburg unterstützt das Vorhaben mit 300.000 Euro. Die Stadt koordinierte die Bauarbeiten und übernahm den Eigenanteil des Ruder-Klubs von mehr als 100.000 Euro vollständig.
Bürgermeisterin Saß: „Sportstandort für Werder und weit darüber hinaus“
„Das ist für ein einzelnes Vorhaben ein erheblicher Beitrag in unserer Sportförderung“, sagte Bürgermeisterin Saß. Die Entscheidung sei bewusst getroffen worden: „Die Regattastrecke ist nicht nur für den Ruder-Klub von Bedeutung. Sie ist ein wichtiger Sportstandort für Werder und weit darüber hinaus.“
Ruder-Klub-Vorsitzender Thomas Dosk dankte dem Landessportbund Brandenburg, dem Kreissportbund Potsdam-Mittelmark und der Stadt für die Unterstützung. Die Werderaner Strecke sei bundesweit bekannt und habe über Jahrzehnte Wettkämpfe mit nationaler und internationaler Beteiligung erlebt.
Andreas Gerlach, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes Brandenburg, ging auf die Bedeutung des Goldenen Plans Brandenburg für Investitionen in die Sportinfrastruktur ein. Die Sanierung der Regattastrecke wurde über dieses Förderprogramm unterstützt.
Erinnerungsfoto und kleiner Schauwettkampf
Nach den Reden versammelten sich Werner Große und die Gäste zunächst zu einem gemeinsamen Erinnerungsfoto. Unter den Gästen waren neben Werderaner Rudersportlern unter anderem auch Vertreter des Landesruderverbandes Brandenburg und des Kanu-Klubs Potsdam.
Anschließend wurde am Steg symbolisch das Band durchschnitten. Bei bestem Spätsommerwetter gehörte die Aufmerksamkeit danach wieder den Sportlern: In mehreren Booten zeigten die Ruderer bei einem kleinen Schauwettkampf, wofür die Strecke erneuert worden ist.
„Frag die Bürgermeisterin“
„Frag die Bürgermeisterin“ am 30. September mit Graffiti-auf-Papier-Aktion
Die nächste Kinder- und Jugendsprechstunde von Werders Bürgermeisterin Manuela Saß im Jugendclub findet am Mittwoch, 30. September 2026, um 16 Uhr statt. Im Rahmen von „Frag die Bürgermeisterin“ können sich Kinder und Jugendliche diesmal an einer Graffiti-auf-Papier-Aktion beteiligen und sich kreativ mit ihrer Heimat und ihren Wünschen für die Zukunft auseinandersetzen.
Darüber hinaus besteht natürlich die Möglichkeit, der Bürgermeisterin Fragen zum aktuellen Stadtgeschehen zu stellen oder sie einfach kennenzulernen. Interessierte Kinder und Jugendliche sind herzlich eingeladen, dabei zu sein. „Die Sprechstunde mit einer Aktion zu verbinden, hat sich bewährt. Wir haben in diesem Jahr schon gemeinsam gekocht und den Zukunftsworkshop durchgeführt. Man kommt leichter ins Gespräch und es ist dadurch sehr abwechslungsreich“, sagt die Bürgermeisterin.
Eine Anmeldung für die Kinder- und Jugendsprechstunde ist nicht erforderlich. Für alle Einwohnerinnen und Einwohner besteht darüber hinaus weiterhin die Möglichkeit, sich bei Fragen und Anliegen in der wöchentlichen Telefonsprechstunde der Bürgermeisterin, immer dienstags von 16 bis 18 Uhr, unter Tel. (03327) 783-388 zu melden.
Wirtschaftstag in Werder
Wirtschaftstag bringt Schüler und Lehrlinge ins Gespräch
Wie sieht ein Arbeitstag aus? Was überrascht in der Ausbildung? Und war die Entscheidung für den Beruf eigentlich die richtige? Antworten darauf gab es beim Werderaner Wirtschaftstag am Donnerstag auf der Bismarckhöhe aus erster Hand. Viele der Unternehmen hatten ihre Lehrlinge mitgebracht. Sie kamen mit den Schülern oft besonders schnell ins Gespräch – schließlich ist die eigene Schulzeit bei ihnen noch nicht lange her.
Bürgermeisterin Manuela Saß und der 1. Beigeordnete Christian Große haben die Ausbildungsmesse um 10 Uhr eröffnet. „Das Beste vom Besten aus der Region ist hier beim Wirtschaftstag versammelt, darunter sind einige Weltmarktführer“, sagte die Bürgermeisterin zu den Schülern. Ihre Botschaft an die Jugendlichen: „Ihr müsst nicht weg von der Heimat. Ihr könnt hier in der Region Werder Karriere machen.“
Wie unterschiedlich diese Wege aussehen können, zeigte sich an den Ständen. Da ging es um Nutzfahrzeuge und Diagnosetechnik, um Pflege und internationale Fachkräfte oder um die Frage, was morgens in einem Supermarkt passiert, bevor viele Kunden überhaupt an ihren Einkauf denken.
Vom Praktikum in die Werkstatt
Hannes Neumann ist 18 Jahre alt und im zweiten Ausbildungsjahr zum Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeugtechnik bei Bausetra. Das Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und hat Standorte in Potsdam und Luckenwalde.
Hannes Neumanns Weg dorthin begann mit Neugier. Als Schüler fuhr er immer wieder am Bausetra-Standort im Industriegebiet Rehbrücke vorbei. „Ich interessiere mich für Technik und habe ein Motorrad. Ich wollte immer etwas Technisches machen, aber etwas, das ein bisschen anders ist.“ In der elften Klasse bewarb er sich für ein Praktikum. Es gefiel ihm so gut, dass er die Ausbildung begann. Den schulischen Teil der Fachhochschulreife hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits erworben.
Heute weiß er, dass Nutzfahrzeugtechnik längst nicht nur Schraubenschlüssel bedeutet. „Die Ausbildung erfüllt voll meine Erwartungen. Es ist mehr Elektronik, als ich dachte. Ich habe doch eine ganze Menge mit dem Ausleserechner zu tun.“ Sorgen, dass Künstliche Intelligenz seinen Beruf überflüssig machen könnte, hat er nicht. Seine Arbeit sei schließlich sehr praktisch. Bei Freunden beobachte er allerdings, dass die Entwicklung der KI durchaus Einfluss auf die Berufswahl habe.
Für Ausbildungsleiter André Lau ist das Praktikum der entscheidende Einstieg. Bausetra sei bereits mehrfach beim Werderaner Wirtschaftstag dabei gewesen und habe dort Praktikanten gefunden. „Der Weg zu einem Ausbildungsplatz führt bei uns immer über ein Praktikum.“ Möglich sei das klassische Schulpraktikum ab der achten Klasse. Schüler könnten aber auch die Ferien nutzen, um eine Woche in den Betrieb hineinzuschnuppern.
Karrierewege in der Pflege
Ein ganz anderes Berufsfeld stellte die Karina Hauskrankenpflege vor. Nach Angaben von Miriam Kobela fährt das Unternehmen in der ambulanten Pflege 20 Touren in der Region. „Auch im Pflegebereich kann man Karriere machen. Das ist vielen jungen Menschen nicht klar.“ Nach dem staatlichen Examen seien beispielsweise Studiengänge im Pflegemanagement oder in der Pflegepädagogik möglich.
Eine wichtige Rolle spielten inzwischen ausländische Fachkräfte. Bei Karina arbeiteten Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen. Entscheidend sei vor allem, die deutsche Sprache gut zu beherrschen, so Kobela.
Wie ein solcher Weg aussehen kann, zeigte Achraf Moutaouakil. Der 24-Jährige stammt aus Marokko und absolviert seit sechs Monaten seine Ausbildung bei den Kliniken Beelitz. Bei Karina verbringt er derzeit einen zweimonatigen Außeneinsatz, der Teil seiner Ausbildung ist.
Auf seinen Weg nach Deutschland hatte er sich bereits in Marokko vorbereitet. Zunächst absolvierte er eine zweimonatige Kurzausbildung beim Roten Halbmond, anschließend Praktika in einem Krankenhaus und in der Pflege. Mit ersten Deutschkenntnissen bewarb er sich über ein internationales Programm der Kliniken Beelitz.
„Die Kommunikation ist der Schlüssel. Deshalb versuche ich, viel zu reden und Deutsch zu sprechen“, sagte Moutaouakil. Seine Ausbildung gefalle ihm gut, und auch im Alltag habe er sich eingelebt. An Deutschland gefielen ihm die Kultur, die Kleidung – und das Feiern. Vieles sei gar nicht so anders als in seiner Heimat. Einen Unterschied hat er allerdings schnell festgestellt: „Wir haben mehr Sonne. Hier gibt es vier Jahreszeiten an einem Tag.“
Vom Einkauf zum eigenen Markt
Nur wenige Schritte weiter erzählten Malena Ehmke und Lennox Grimm, beide im zweiten Ausbildungsjahr bei EDEKA Schneider in Werder, von ihrem Alltag im Einzelhandel.
Die 17-jährige Malena Ehmke interessierte sich schon früh für den Handel. „Ich kaufe gern ein und wollte die andere Seite sehen.“ Ihre ursprüngliche Planung hat die Ausbildung inzwischen verändert. „Ich dachte erst: Ich mache bei EDEKA meine Ausbildung und dann gehe ich woanders hin. Jetzt möchte ich bleiben.“
Auch Lennox Grimm, 18, hat konkrete Pläne. Er berichtete den Schülern, wie ein Arbeitstag im Markt beginnen kann: mit der Qualitätssicherung in der Obst- und Gemüseabteilung. Danach werde sauber gemacht, Ware ausgepackt und eingeräumt.
Demnächst dürfen die Lehrlinge auch an die Kasse. Lennox Grimm interessiert sich aber nicht nur für die einzelnen Aufgaben. Er schaut sich auch an, wie ein Markt insgesamt geführt wird. Sein Ziel steht bereits fest: „Ich möchte selbst einmal eine EDEKA-Filiale haben.“
Rund 30 Aussteller und eine neue Broschüre
Insgesamt präsentierten sich beim Werderaner Wirtschaftstag 50 Unternehmen, Einrichtungen und Institutionen. Die Bandbreite reichte von Industrie, Handwerk und Lebensmittelproduktion über Handel, Fahrzeugtechnik und Elektrotechnik bis zu Pflege, Gastronomie, Verwaltung und öffentlichem Dienst. Auch Hochschulen, Berufsschulen, Kammern und Berufsberatung waren vertreten.
So konnten sich rund 450 Schülerinnen und Schüler an diesem Vormittag über ganz unterschiedliche Ausbildungsberufe, duale Studiengänge und weitere Karrierewege informieren.
Auch die neue Ausbildungsbroschüre hat Anklang gefunden, sie lag erstmals beim Wirtschaftstag aus. Die Broschüre stellt Ausbildungsbetriebe aus Werder und der Region vor und soll auch nach der Messe dabei helfen, Angebote nachzuschlagen und Ansprechpartner zu finden.
Antwort auf Frage nach passendem Beruf
Die Gespräche auf der Bismarckhöhe machten deutlich, worum es beim Wirtschaftstag neben Ausbildungsplätzen und Berufsbildern vor allem geht: Jugendliche treffen Menschen, die den Schritt von der Schule in den Beruf bereits gemacht haben. Sie können fragen, was gut läuft, was anders ist als erwartet und welche Wege nach der Ausbildung offenstehen.
Und manchmal beginnt die Antwort auf die Frage nach dem passenden Beruf ganz unspektakulär: mit einem Praktikum, mit der Neugier auf die andere Seite des Einkaufens – oder mit dem täglichen Weg an einer Werkstatt vorbei.
Zwei Künstler, zwei Wege zum Raum
Die Ausstellung „formalästhetisch“ mit Arbeiten von Christoph Mertens und Max Stiller ist am Mittwochabend im KUNST-GESCHOSS eröffnet worden. Bürgermeisterin Manuela Saß und Kurator Frank W. Weber begrüßten rund 50 Gäste in der Stadtgalerie im Schützenhaus.
„Ich freue mich, dass wir im KUNST-GESCHOSS immer wieder Künstler mit ganz unterschiedlichen Handschriften erleben können“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß. „Die wechselnden Ausstellungen machen neugierig und laden dazu ein, sich auf neue Sichtweisen einzulassen.“
Mit Christoph Mertens aus Schäpe bei Beelitz und Max Stiller aus Köln treffen in der Ausstellung zwei Künstler aufeinander, die bislang nichts miteinander zu tun hatten - und sich in der Ausstellung dennoch hervorragend ergänzen. Beide arbeiten mit geometrischen Formen und beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Objekt und Raum.
Der Maler Max Stiller arbeitet mit einem von ihm als „Trigonometrischer Kubismus“ bezeichneten Ansatz. Nach dem Prinzip des Kubismus zerlegt er Gesehenes in geometrische Formen. Dabei beschäftigt ihn die Frage, wie ein Objekt mit dem umgebenden Raum verbunden ist.
„Das Abbild dessen, was wir als gegenständlich wahrnehmen, ist in Wirklichkeit eine Zusammenfügung von ungegenständlichen Formen konkreter Art, die erst in ihrer Summe in unserer Assoziation eine Vorstellung visueller Wirklichkeit ergeben“, beschreibt Stiller seinen Ansatz.
Der Bildhauer Christoph Mertens geht einen anderen Weg. Mit seinen Objekten gestaltet er den Raum selbst. Winkel sowie quadratische und diagonale Teilungen folgen dabei klaren Vorgaben. Reihung, Teilung, Faltung und Verschachtelung von Grundformen bestimmen seine Arbeiten.
Die Skulpturen treten in Beziehung zu ihrer Umgebung und eröffnen neue Räume und Sichtweisen. Wer das Prinzip ihres Aufbaus erkannt hat, kann die Konstruktion im Kopf weiterführen.
Genau darin sieht Kurator Frank W. Weber die Verbindung der beiden Positionen: „Beide Künstler sind auf dem Weg, ein eigenes System des Raumes zu erschaffen.“ Dieses System folge Gesetzmäßigkeiten, die der Besucher erkennen und gedanklich weiterverfolgen könne.
Die Ausstellung „formalästhetisch“ ist bis zum 25. Oktober 2026 im KUNST-GESCHOSS, Uferstraße 10 in Werder (Havel), zu sehen. Geöffnet ist donnerstags, samstags und sonntags jeweils von 13 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Bockwindmühle in Werder wird zur Open-Air-Bühne
Am 17. September wird die Bockwindmühle in Werder (Havel) zur Open-Air-Bühne. Die Stadt hat den Poetry Slam „Zwischen Zeilen und Ziegeln“ nach Werder (Havel) geholt und unterstützt die Veranstaltung auf dem Mühlenberg organisatorisch und vor Ort.
Ab 18 Uhr treten sechs Poetry-Slammer mit ihren selbstgeschriebenen Texten gegeneinander an. Das Publikum entscheidet per Applaus, welche Beiträge den Abend gewinnen. Auf der Bühne stehen Laura Paloma, Tilman Döring, Portokaliz, Anna Hader, Lisa Hein und Quarki. Die Moderation übernimmt Slam-Poet Jesko Habert.
Die Veranstaltung gehört zum brandenburgweiten Projekt „Zwischen Zeilen und Ziegeln: Poetry Slam für das Land von morgen“. Unter der Frage „Aus welchem Stoff ist die Zukunft gebaut?“ bringt die Reihe Literatur an besondere Orte mit Geschichte. In Werder bietet dafür die historische Bockwindmühle auf dem Mühlenberg eine besondere Kulisse. Sie steht dafür, wie ein historisches Wahrzeichen bewahrt und neu belebt werden kann.
Die Stadt Werder (Havel) stellt für den Abend das Mühlengelände und Infrastruktur zur Verfügung. Zudem unterstützt sie die Öffentlichkeitsarbeit. Während des Einlasses und in den Pausen werden kostenfreie Führungen durch die Bockwindmühle angeboten. Damit verbindet der Abend Literatur mit einem Einblick in eines der Wahrzeichen der Stadt.
Der Poetry Slam findet unter freiem Himmel statt. Besucher können Picknickdecken oder Campingstühle mitbringen. Auch eigene Getränke dürfen mitgebracht werden; eine Bar gibt es vor Ort nicht. Der Eintritt erfolgt nach dem Prinzip „Bezahl, so viel du magst“.
Veranstaltet wird das Projekt vom Verein Stift & Mikro gemeinsam mit dem SlamKollektiv Eberswalde und den Kiezpoeten Berlin. Es ist Teil von „Von hier aus Zukunft – Kulturland Brandenburg 2026/2027“ und wird mit Mitteln des Landes Brandenburg gefördert.
Geld für neues Löschfahrzeug, Taufe für zwei neue
Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Werder (Havel) kann sich über Unterstützung des Landes Brandenburg für ein neues Löschfahrzeug freuen. Innenminister Dr. Jan Redmann hat am Samstag bei den 20. Stadtmeisterschaften einen symbolischen Förderscheck für ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 10 der Ortsfeuerwehr Derwitz übergeben. An der Regattastrecke wurden außerdem zwei neue Feuerwehrboote „Havelwächter“ und „Karl“ getauft. Die Stadt hat die Boote aus eigenen Mitteln finanziert.
Bei dem Termin an der Regattastrecke waren unter anderem der 1. Beigeordnete Christian Große, die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Annette Gottschalk und Werders Baumblütenkönigin Sabine Ritschel sowie zahlreiche Feuerwehrleute aus dem gesamten Stadtgebiet dabei.
Löschgruppenfahrzeug für Derwitz
Für die Ortsfeuerwehr Derwitz ist als nächste große Investition ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 10 vorgesehen. Das Land Brandenburg übernimmt 50 Prozent des Beschaffungspreises. Die Beschaffung ist Teil der im Gefahrenabwehrbedarfsplan festgelegten Erneuerung des Feuerwehrfuhrparks und erfolgt über ein zentrales Vergabeverfahren.
Das LF 10 ist ein vielseitig einsetzbares Feuerwehrfahrzeug für eine Löschgruppe mit neun Einsatzkräften. Es führt Löschwasser sowie Ausrüstung für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung mit und ist damit für ein breites Einsatzspektrum ausgelegt.
Jan Redmann, Minister des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg:
„Gemeinsam sorgen Stadt und Land für eine starke und gut ausgestattete Feuerwehr. Das Geld ist gut investiert. Jeder Euro für die Feuerwehren ist ein Euro für mehr Sicherheit - mehr Sicherheit vor Bränden und Katastrophen, aber auch mehr Sicherheit für die Gemeinschaft. Denn die Feuerwehr in Werder ist wie die Feuerwehren in ganz Brandenburg weit mehr als eine Einsatzorganisation. Sie ist ein Ort des Zusammenhalts, ein sozialer Mittelpunkt und ein Symbol dafür, was möglich ist, wenn Menschen füreinander einstehen. Dafür möchte ich ihnen und ihren Familien im Namen der gesamten Landesregierung herzlich danken.“
Christian Große, 1. Beigeordneter der Stadt Werder (Havel):
„Das neue LF 10 wird die Ortsfeuerwehr Derwitz bei ihren Einsätzen deutlich stärken. Mit der Förderung des Landes können wir die notwendige Erneuerung unseres Feuerwehrfuhrparks weiter voranbringen. Dafür möchte ich mich ausdrücklich beim Land Brandenburg und bei Jan Redmann bedanken. Mit den beiden neuen Booten haben wir zudem rund 137.000 Euro aus städtischen Mitteln in die Einsatzfähigkeit auf unseren Gewässern investiert. Entscheidend ist, dass unsere Feuerwehr für ihre vielfältigen Aufgaben verlässlich und zeitgemäß ausgestattet ist.“
„Havelwächter“ für Werder und Glindow
Die Havelgewässer gehören zum Einsatzgebiet der Feuerwehr in Werder (Havel). Die Einsatzkräfte sind dort gefragt, wenn Schwimmer oder Boote in Not geraten, Menschen gesucht oder Sachwerte geborgen werden müssen. Der neue „Havelwächter“ für die Ortsfeuerwehr Werder ist für solche Einsätze ausgestattet. Das 7,35 Meter lange Mehrzweckboot bietet acht Sitzplätze und wird von zwei Außenbordmotoren mit jeweils 56 PS angetrieben. Zur Ausstattung gehören unter anderem Sonarsystem, Tragkraftspritze und Löschmonitor. Die Kosten liegen bei rund 125.000 Euro.
Von der Neuanschaffung profitiert zugleich die Ortsfeuerwehr Glindow. Deren Rettungsboot musste wegen eines irreparablen Schadens außer Betrieb genommen werden. Deshalb wurde die ohnehin geplante Ersatzbeschaffung für Werder vorgezogen. Das bisherige Werderaner Mehrzweckboot wird nun an die Ortsfeuerwehr Glindow übergeben.
„Karl“ für den Plessower See
Das zweite neue Boot, „Karl“, gehört zur Ortsfeuerwehr Plessow. Das kompakte Rettungsboot wurde speziell für den Plessower See beschafft. Da der See keine große Einsetzstelle hat, muss das Boot von Einsatzkräften direkt zu Wasser gebracht werden können. Das 3,50 Meter lange Festrumpfschlauchboot hat einen 15-PS-Außenbordmotor und kostete einschließlich Ausstattung und Trailer rund 12.400 Euro. Benannt wurde es nach Karl Knobloch, dem Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Plessow.
Stefan Bohnebuck, Stellvertretender Stadtwehrführer:
„Mit der Indienststellung des neuen Mehrzweckbootes in Werder und des Rettungsbootes in Plessow steigern wir unsere Fähigkeiten im Bereich der Wasserrettung und der Brandbekämpfung zu See deutlich. Wir tragen damit, auch auf lange Sicht, den Herausforderungen der ungebrochenen hohen touristischen Nutzung unserer Gewässer im Bereich der Havel Rechnung und sind für alle Szenarien bedarfsgerecht aufgestellt.“
Wettkämpfe der Jugend und Einsatzabteilungen
Bei den Stadtmeisterschaften waren zuvor Jugendfeuerwehren und Einsatzabteilungen gegeneinander angetreten. Nach den Wettkämpfen nahm Minister Redmann gemeinsam mit Christian Große und Stefan Bohnebuck die Siegerehrung vor.
2. Werderaner Stadtflohmarkt
Schon 140 Anmeldungen für den 2. Werderaner Stadtflohmarkt
Am Sonntag, 13. September 2026, findet der 2. Werderaner Stadtflohmarkt statt. Bisher haben sich rund 140 Werderanerinnen und Werderaner mit einem Stand angemeldet. Unter dem Motto „Von Hof zu Hof“ werden an dem Tag allerhand Trödelschätze auf privaten Höfen, in Gärten oder Garagen in der Kernstadt und den Ortsteilen angeboten.
Verkaufsstände können noch bis zum 11. September 2026 unter www.werder-havel.de/stadtflohmarkt angemeldet werden. Nach der Anmeldung per Kontaktformular erfolgt ein Eintrag auf der Übersichtskarte. Die Karte wird einmal wöchentlich mit den gesammelten Anmeldungen aktualisiert. Schnäppchenjäger können sich mithilfe der Karte vorab oder vor Ort informieren, was wo angeboten wird.
Die genauen Teilnahmebedingungen können auf der Homepage der Stadt nachgelesen werden. Wichtig ist: Die Verkaufsstände dürfen nur auf privaten Grundstücken aufgebaut werden. Öffentliche Gehwege, Straßen oder Plätze stehen nicht zur Verfügung. Verkäufer sind aufgerufen, an dem Tag mit Plakaten, Fähnchen, Schildern und Luftballons auf ihre Stände aufmerksam zu machen. Die Anmeldung ist freiwillig.
Der Stadtflohmarkt ist im vergangenen Jahr erstmals im Rahmen des Zukunftshaushaltes durchgeführt worden. Aufgrund der positiven Resonanz und der hohen Beteiligung wird der Stadtflohmarkt auch in diesem Jahr angeboten. Alle Informationen: www.werder-havel.de/stadtflohmarkt
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Stadtradeln in Werder
Werder (Havel) startet am 31. August ins Stadtradeln
Jetzt noch anmelden und mitradeln: Vom 31. August bis 20. September 2026 beteiligt sich die Stadt Werder (Havel) zum inzwischen fünften Mal an der bundesweiten Stadtradeln-Kampagne. Ziel ist es, in 21 Tagen so viele Radkilometer wie möglich zu sammeln und gleichzeitig möglichst viele Alltagswege mit dem Rad anstatt mit dem Auto zurückzulegen. Bisher sind rund 120 Teilnehmer für Werder (Havel) startklar. Anmeldungen sind unter www.stadtradeln.de/werder möglich.
Geradelt wird in Teams – dafür schließen sich die Teilnehmer bereits bestehenden Teams an, gründen eigene oder starten im „Offenen Team“. Mehr als 20 Teams sind bereits gegründet. Herausragende Einzelleistungen sowie das Team mit den meisten Pro-Kopf-Kilometern werden von der Stadt Werder (Havel) ausgezeichnet. Für eine Auszeichnung muss ein Team aus mehr als einem aktiven Mitglied bestehen. Preise gibt es außerdem wieder für Kinder, die fleißig Kilometer sammeln (bis einschließlich Geburtsjahr 2014 und nur, wenn das Geburtsjahr im Benutzerkonto des Kindes angegeben ist).
Der Fahrradsonntag am und um den Schwielowsee am 20. September 2026 bildet den Finaltag und den Höhepunkt des Stadtradelns. Eine Zusatzroute für Werder (Havel) führt von Petzow, entlang der Glindower Alpen, weiter in die Werderaner Innenstadt und über die Fahrradbrücke bis nach Geltow. An den zahlreichen Stationen in Schwielowsee und Werder (Havel) erwarten die Radler kulinarische, musikalische, historische, kreative und natürlich auch entspannte Höhepunkte, die zu einer schönen Pause auf der Picknickdecke einladen.
Wo die Radkilometer während des Aktionszeitraums zurückgelegt werden, ist nicht relevant. Die Kilometer können mit dem Start der Kampagne ab 31. August 2026 eingetragen werden. Digitaler Begleiter der Kampagne ist die Stadtradeln-App, über die direkt und unkompliziert Kilometer aufgezeichnet werden können. Zugelassen sind alle Fahrzeuge, die im Sinne der Straßenverkehrsordnung als Fahrräder gelten. Auch in diesem Jahr wird gemeinsam mit anderen Kommunen des Landkreises Potsdam-Mittelmark gleichzeitig geradelt. Ob auf dem Weg zur Arbeit, in der Freizeit oder beim Einkaufen – jeder Kilometer zählt und setzt ein Zeichen für nachhaltige Mobilität.
Gestohlene Feuerwehrtechnik
Gestohlene Feuerwehrtechnik größtenteils wieder zurück
Der überwiegende Teil der beim Einbruch in das Feuerwehrgerätehaus Glindow gestohlenen Ausrüstung ist wieder bei der Feuerwehr. Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen konnten die meisten der im Februar entwendeten Geräte sichergestellt und im Juni an die Ortsfeuerwehr zurückgegeben werden. Das Ermittlungsverfahren wird mittlerweile von der Staatsanwaltschaft geführt.
Die Einbecher hatten Rettungs- und Arbeitsgeräte im Wert von rund 40.000 Euro gestohlen. Trotz des Diebstahls war die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr in Glindow jederzeit gewährleistet. Fehlende Ausrüstung konnte vorübergehend durch die Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz Brandenburg bereitgestellt werden.
Der Diebstahl war Anlass, den Schutz der Feuerwehrgerätehäuser in Werder (Havel) weiter zu verstärken. In den vergangenen Monaten wurden zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Standorte umgesetzt. Dazu gehören eine erweiterte Alarmüberwachung, Investitionen in den baulichen Schutz sowie die Unterstützung durch einen Wachschutz. Ein Einbruchsversuch im Feuerwehrgerätehaus in Töplitz konnte durch die Maßnahmen bereits vereitelt werden.
„Wer in ein Feuerwehrgerätehaus einbricht, stiehlt nicht einfach nur Werkzeug oder Technik. Er nimmt Ausrüstung mit, die im Ernstfall Leben retten kann", sagt der stellvertretende Stadtwehrführer Stefan Bohnebuck. Der Diebstahl habe deshalb weit über den materiellen Schaden hinausgereicht
„Solche Taten können die Sicherheit der Bevölkerung und unserer Einsatzkräfte gefährden. Deshalb freue ich mich, dass die Stadt den Schutz unserer Standorte weiter verbessert hat“, so Stefan Bohnebuck.
Feuerwehr sucht mit Webekampagne neue Mitstreiter
Mit Werbebannern an den Feuerwehrgerätehäusern und einer gemeinsamen Kampagne in den sozialen Netzwerken werben die Ortsfeuerwehren der Stadt Werder (Havel) derzeit um neue Mitglieder. Anlass ist der nächste Truppmann-Lehrgang, der am 25. September beginnt. Wer sich für ein Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr interessiert, kann sich jetzt unkompliziert informieren und anmelden.
Die Kampagne wird von den Ortsfeuerwehren gemeinsam mit ihren Fördervereinen getragen. Die Idee kam von der Glindower Ortsfeuerwehr. Unter dem Motto „Da fehlt noch jemand – Wir suchen Dich!“ oder „Machen, was wirklich zählt“ machen die Banner deutlich: Jeder kann Teil der Feuerwehr werden.
„Viele unserer Kameraden haben irgendwann einfach den Mut gehabt, vorbeizuschauen. Genau dazu möchten wir einladen“, sagt der stellvertretende Stadtwehrführer Stefan Bohnebuck. „Niemand muss schon Feuerwehrmann sein, wenn er zu uns kommt. Wer das Helfer-Gen und Spaß an der Teamarbeit hat, den bilden wir aus.“
Mit dem Truppmann-Lehrgang beginnt die Grundausbildung für den aktiven Feuerwehrdienst. Sie vermittelt das notwendige Wissen und die praktischen Fähigkeiten für Einsätze. Die Ausbildung findet innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Werder (Havel) statt und wird von erfahrenen Ausbildern begleitet.
Ob in Werder, Glindow, Plötzin, Plessow, Phöben, Derwitz oder Töplitz – alle Ortsfeuerwehren freuen sich über neue Mitstreiter. „Der erste Schritt ist ganz unkompliziert – einfach vorbeikommen, uns kennenlernen und Fragen stellen. Interessierte können sich im Internet informieren und direkt Kontakt aufnehmen", so Stefan Bohnebuck.
Wer sich zunächst ein Bild machen möchte, ist ebenfalls willkommen. Interessierte können unverbindlich einen Ausbildungsabend besuchen, die Kameraden kennenlernen und sich über die ehrenamtliche Feuerwehrarbeit informieren. Wer die Feuerwehr auf andere Weise unterstützen möchte, kann sich auch in einem der Fördervereine engagieren. Auch dort ist jede helfende Hand willkommen.
Weitere Informationen und Ansprechpartner gibt es auf den Internetseiten der Ortsfeuerwehren:
* Werder (Havel): https://einstieg.werder.ffwerder.de
* Glindow: https://einstieg.glindow.ffwerder.de
* Plötzin: https://einstieg.ploetzin.ffwerder.de
* Plessow: https://einstieg.plessow.ffwerder.de
* Phöben: https://einstieg.phoeben.ffwerder.de
* Derwitz: https://einstieg.derwitz.ffwerder.de
* Töplitz: https://einstieg.toeplitz.ffwerder.de
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Henry Klix
Auf Anordnung
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